Der Fotografie- und Film-Blog

Warum die Fujifilm X-T3 die beste Kamera der Welt ist

Im folgenden Blog-Artikel möchte ich euch erklären, warum die Fujifilm X-T3 für mich persönlich derzeit die beste Kamera der Welt ist.
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Zugegeben, der Titel ist ein wenig reißerisch. In diesem Artikel werde ich nicht die technischen Daten von verschiedenen Kameras miteinander vergleichen und auf der Basis einen objektiven Sieger auf Grund der Datenblätter und Labortests küren. Vielmehr geht es mir darum zu erklären, warum die Fujifilm X-T3 für mich ganz persönlich derzeit die beste Kamera der Welt ist. Es handelt sich also um eine ganz subjektive Einschätzung. Genau darum geht es aber auch beim Kamerakauf. Es zählt nicht, welche Kamera in Summe in irgendwelchen Testberichten den Sieg davon trägt. Es geht darum, welche Kamera für jeden ganz persönlich aufgrund seiner Anforderungen die Beste ist. Eine Kamera, die im Testlabor die besten Ergebnisse liefert, muss noch lange nicht zu meinen persönlichen Anforderungen passen. Es sollte nicht unser Ziel sein, Kompromisse bezüglich unserer persönlichen Anforderungen und Vorlieben einzugehen, nur um die auf dem Papier vermeintlich beste Kamera unser Eigen nennen zu können.

Nun aber zum eigentlichen Kern der Geschichte. Warum ist die Fujifilm X-T3 für mich ganz persönlich derzeit die beste Kamera der Welt?

Ich würde mich selbst als einen hybriden Kameranutzer bezeichnen. Ich nutze die Kamera sowohl für Fotografie als auch für Videoproduktionen. Beides hält sich bei mir in etwa die Waage. Daher benötige ich eine Kamera, die mir in beiden Bereichen möglichst viel bietet. Eine dedizierte Filmkamera mit der ich nicht oder nur eingeschränkt fotografieren kann, kommt für mich nicht in Frage. Zwei Systeme sind aus Kostengründen in der momentanen Gründungsphase meines Unternehmens auch keine Option. Zudem möchte ich flexibel bleiben und mich möglichst beim Equipment nicht großartig umstellen müssen, wenn ich von Film zu Foto oder umgekehrt wechsle.

Ich sehe mich immer wieder auf dem Kameramarkt um und prüfe Alternativen zu meiner X-T3. Bis jetzt aber immer wieder mit dem gleichen Ergebnis: die Fujifilm X-T3 bietet für mich das Gesamtpaket für die Bereiche Film und Fotografie in einem System. Ausschlaggebende Punkte sind für mich unter anderem:

  • 4k mit bis zu 60 fps (bis 25 fps ohne Crop)
  • voller Sensor wird genutzt mit anschließendem Downsampling
  • Möglichkeit mit 10 bit intern auf SD Karte aufzunehmen
  • Option in F-LOG oder HLG aufzuzeichnen
  • hohe Bitraten von bis zu 400Mbs
  • Full HD bis 120 fps
  • „filmische“ Verschlusszeiten von 1/48s und 1/96s einstellbar
  • By Wire Fokus umstellbar von non-linear auf linear
  • einstellbare AF-Geschwindigkeit
  • Möglichkeit die Kamera per USB-C per Power-Bank mit Strom zu versorgen
  • für mich persönlich perfektes Bedienkonzept für die Fotografie mit Steuerung von Blende, Verschlusszeit und ISO über entsprechende Einstellräder auf der Kamera bzw. am Objektiv
  • APS-C ist für mich sowohl im Video- als auch im Filmbereiche der perfekte Kompromiss aus Systemgröße, Bildqualität und Freistellungspotenzial

Wie ihr seht beziehen sich die meisten Punkte auf das Filmen, obwohl mir doch eigentlich Film und Fotografie gleich wichtig sind. Das liegt ganz einfach daran, dass wir es hier eigentlich mit einer Fotokamera zu tun haben. Meines Erachtens ist heutzutage fast jede Fotokamera im Fotobereich sehr gut und ich sehe hier kaum mehr erhebliche Qualitätsunterschiede die im normalen Alltag wirklich relevant wären. Hier sollte jeder nach seinem persönlichen Bauchgefühl und mit Blick auf das Gesamtsystem des jeweiligen Herstellers entscheiden.  Wenn es aber darum geht, eine solche Fotokamera auch mit guten Features für Videoaufnahmen auszurüsten, dann trennt sich für mich die Spreu vom Weizen.

Es gibt derzeit kaum Fotokameras, die gleichzeitig auch so gut zum Filmen geeignet sind, wie die Fuji X-T3. Sicherlich, auch andere Kamerahersteller haben hier etwas zu bieten und wenn ich fotografisch nicht schon länger im Fuji-System unterwegs wäre, wären diese Kameras für mich vielleicht auch noch interessanter. So wäre ein Wechsel der Kamera auch mit einem Systemwechsel verbunden und ist natürlich eine noch größere Hürde als für jemanden, der nun gerade vor der grundsätzlichen Systementscheidung steht. Nicht desto trotz gucke ich mir die anderen System auch regelmäßig an und prüfe für mich, ob die Ausstattungsmerkmale einen Wechsel für mich interessant machen. Hier mal meine Überlegungen zu einigen der in Frage kommenden Kandidaten:

  • Sony Alpha 7:
    Vollformat ist nett, aber für mich definitv kein Muss. Die Alpha 7 kann im Moment maximal 30 fps in 4k. Ich bin mir sicher, dass die nächste Generation hier noch eine Schippe drauflegt, aber im Moment wäre das für mich eine Einschränkung gegenüber der X-T3. Leider liegt mir auch das Bedienkonzept der Sony nicht, aber das ist nun wirklich rein subjektiv.
  • Panasonic GH5:
    Die GH5 ist im Moment für mich persönlich der stärkste Konkurrent zur X-T3 was meine persönlichen Anforderungen angeht. Ich habe schon häufig zur GH5 geschielt und mir überlegt, ob ein Wechsel Sinn macht. Die GH5 scheint mir noch ein Quäntchen mehr Video-Optionen zu bieten. Aber leider ist da der etwas kleinere Micro Four Thirds Sensor. Nicht, dass ich den grundsätzlich schlecht finde. Ich habe Fotos mit Micro Four Thirds gesehen, die sich hinter Vollformat in keinster weise verstecken müssen. Von der Sensorgröße her hätte ich daher wenig bedenken noch einen Schritt unter APS-C zu gehen. Sicherlich kann man im Labor hinsichtlich High ISO Performance Unterschiede gegenüber APS-C u. Vollformat feststellen. Und ja, die Freistellung ist bei MFT gegenüber Vollformat natürlich noch etwas weniger ausgeprägt als bei APS-C. Aber das sind für mich Dinge, die im Alltag kaum ins Gewicht fallen. Problematischer sehe ich an der Stelle, dass Panasonic mit der S1 nun doch auf das Vollformat-Pferd aufspringt und ich mir die Frage stellen muss, ob hier noch langfristig eine Weiterentwicklung des Micro Four Thirds Systems mit Unterstützung von Panasonic zu erwarten ist. Da ist mir die Unsicherheit für einen Wechsel im Moment zu groß.
  • Blackmagic Pocket Cinema Camera:
    Sicherlich der Preis-Leistungskracher, wenn es um’s FIlmen geht. Ich glaube mehr Performance und Features für das Filmen bekommt man im Moment in keinem Kamerasystem. Bei der 4k Version stellt sich für mich das gleiche Problem wie oben bei der GH5 bzgl. Micro Four Cirds System. Nun gibt es aber inzwischen auch die 6k Version, die mit einem Canon Bajonett ausgestattet ist. Es gibt dabei nur ein Problem: die Pocket Cinema Kamera ist auf gar keinen Fall eine Kamera zum Fotografieren. Und sie ist gegenüber der Fuji X-T3 deutlich größer, was für mich z.B. zu Problemen beim Einsatz auf meinem vorhandenen Gimbal führen würde.

Tja, und viel mehr Alternativen zu Fuji X-T3 sehe ich für mich persönlich im Moment nicht. Wie seht ihr das? Was sind eure Gedanken dazu oder für welche Variante habt ihr euch entschieden? Wie wichtig ist euch, das Beste aus beiden Welten zu haben? Seid ihr eher bereit für Video oder Foto Kompromisse auf der jeweils anderen Seite einzugehen? Schreibt gerne dazu in die Kommentare oder wenn ihr Fragen oder Anmerkungen zu meinem persönlichen Erfahrungsbericht habt.

Und weil ihr bis zum Ende gelesen habt, gibt’s jetzt noch als kleines Schmankerl statt Fotos von der X-T3 eine kurze Liebeserklärung in Form eines Films, den ich zu Ehren der X-T3 erstellt hab. Gefilmt übrigens mit der X-T2…Asche auf mein Haupt. 🙂

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