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Erfahrungsbericht: Hahnemühle FineArt Baryta Satin

Nachdem ich euch in den letzten Beiträgen zum FineArt Druck zwei matte Papiersorten von Hahnemühle vorgestellt habe, geht es nun mal ein wenig in den Bereich von glänzendem Papier. Ich hab mir dieses Mal das FineArt Baryta Satin vorgenommen.

So richtig glänzend bzw. glossy wird es aber dieses Mal noch nicht. Mit dem FineArt Baryta Satin habe ich mir ein Papier herausgesucht, dass ich als semi-glänzend bezeichnen würde. Hahnemühle verwendet daher die Bezeichnung „satinglänzend“. Das trifft die Oberflächenstruktur dieses Papiers sehr gut. Wir erkennen zwar einen schönen Glanz, der sich aber noch angenehm im Hintergrund hält.

Bei genauerem Hinsehen offenbart sich eine sehr feine, faserartige Struktur, die aber zu keinem Zeitpunkt störend wirkt. Wie bei Glossy Papier üblich, fühlt sich die Oberfläche bei direkter Berührung mit den Fingern ganz leicht klebrig, aber nicht unangenehm an. Bei vielen hochglänzenden Papieren hat man bei Berührung mit den bloßen Fingern sofort das unangenehme Gefühle dicke Fingerabdrücke in der Papieroberfläche zu hinterlassen. Das ist bei diesem satinglänzenden Papier nicht so sehr der Fall. Nicht desto trotz ist es wie bei allen FineArt Papieren empfehlenswert, bei der Verarbeitung Textilhandschuhe zu tragen.

Als Testbild habe ich dieses Mal ein Motiv gewählt, das zur Jahreszeit passt. Durch die sehr geringe Schärfentiefe enthält das Bild sehr viel Unschärfe im Vorder- und besonders im Hintergrund. Meine Idee war, dass die Satinoberfläche diese Unschärfe in der Tiefe des Bildes unterstützt und auf der anderen Seite der Glanz die Eiszapfen im scharfen Bereich des Fotos gut zur Geltung bringt. Und der Plan ist ganz gut aufgegangen. Ich habe das Gefühl, dass die Satinoberfläche in Verbindung mit der Hintergrundunschärfe des Fotos dem Bild eine zusätzliche Dreidimensionalität und spezielle Tiefenwirkung verleiht. Die Farbwiedergabe und Schärfe ist auch bei diesem Papier wieder sehr überzeugend.

Zu diesem Papier finden wir auf der Website von Hahnemühle unter anderem die Information, dass sich in der Beschichtung ein Bariumsulfatanteil befindet. Daher auch das „Baryta“ im Namen des Papiers. Wenn wir dazu noch einmal Wikipedia befragen erfahren wir bzgl. klassischem analogen Barytpapier: „Die Barytschicht stoppt das Einsinken der fotografischen Emulsion in den Papierfilz und ist gleichzeitig eine Haftschicht zwischen Papier und Emulsion.“ Außerdem ist das Papier säurefrei und naturweiß ohne optische Aufheller hergestellt. Die Papierstärke beträgt 300g/m². Preislich landen wir bei 25 Blatt in DIN A3 derzeit bei ca. 80 EUR und bei 25 Blatt in DIN A4 bei rund 40 EUR.

Mein Fazit: Hahnemühle FineArt Baryta Satin ist ein sehr hochwertiges Papier mit einer sehr ansprechenden Oberfläche, die besonders Liebhaber von semi-glänzenden Papieren anspricht, die etwas Glanz mögen, aber trotzdem eine etwas strukturierte Oberfläche bewahren möchten.

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